Pfarrerin Ulrike Walter

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

nach Osten hin ausgerichtet ist das Insektenhotel, das das Umweltteam im Frühjahr vor dem Martin-Luther-Haus in Spechbach aufgestellt hat (siehe Bericht weiter hinten). Nach Osten hin sind viele Kirchen ausgerichtet, d.h. im Osten des Gebäudes befindet sich der Altarraum. Mit dem Stern im Osten wurde die Ankunft des menschgewordenen Gottessohnes angekündigt. Von hier aus machten sich die Sterndeuter auf den Weg.

Und im Matthäusevangelium (24,27) sind die Worte Jesu festgehalten: Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“ Von Osten her, vom Sonnenaufgang, erwarteten die Gläubigen die Wiederkunft Christi. Wie Sonne Licht und Leben in die Welt bringt, so bringt auch Christus Licht und Leben in die Welt. Seinen Jüngern sagt er: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wandelt nicht im Finstern, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12) Die Bienen reagieren auf das Licht, auf den Morgen, auf die Sonne. Dann starten sie in den Tag und gehen auf Nahrungssuche, um sich und ihre Artgenossen zu versorgen.

Wonach richten wir uns aus? Was gibt uns Orientierung?

Der christliche Glaube scheint für viele Menschen nicht mehr attraktiv zu sein. Die Worte der Bibel erscheinen ihnen wenig hilfreich. Sie erscheinen ihnen alt und verstaubt. Ich denke, diese Worte sind es wert, wieder neu entdeckt zu werden.

Was wäre etwa unsere Welt, unser Land, ohne die Regeln, die Gott den Menschen gegeben hat, die 10 Gebote? Für mich sind sie wie Leitplanken, wie eine Orientierungshilfe im Leben. Was wären wir Menschen ohne Vergebung, wie sie uns in Jesus Christus, dem Sohn Gottes entgegenkommt?

Wie gut tut es, Altes hinter sich zu lassen; am Abend den Tag in Gottes Hände zu legen und am Morgen unbelastet und neu anzufangen. Wie viele Worte finde ich, die mich stark machen, die mir Mut geben, die mich trösten. In wie vielen spannenden Geschichten erkenne ich mich selbst und uns Menschen. Durch alles hindurch zieht sich die Botschaft: Gott lässt uns nicht fallen. Er hält an seiner Liebe fest.

Was wäre unser Leben ohne Hoffnung!? Für mich enthält die Bibel diese Hoffnung. Christus sagt uns zu: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.“ Er will, dass unser Leben gelingt. Durch seine Auferstehung hat er den Tod besiegt. So dürfen wir wissen, dass mit dem Tod nicht alles zu Ende ist, sondern dass wir bei ihm sein werden in einem neuen vollkommenen Leben.

Wonach richten Sie sich aus? Was gibt Ihrem Leben Orientierung?

Ich lade Sie ein, in der vor uns liegenden Sommerzeit, einmal wieder die Bibel aufzuschlagen und Worte zu finden, die Orientierung geben. Ich lade Sie ein, sich an dem auszurichten, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wandelt nicht im Finstern, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 

Ihre Pfarrerin

Ulrike Walter